Archiv der Kategorie: Technik

Motorschaden beim Herbstausflug

Unterwegs mit dem BB1 – und der Motor fing bei vollem Akku an zu stottern. Anschließend lief er wieder zwei Kilometer gut, bis es zum Totalausfall kam. 

Der Hallsensor, nach mehreren Jahren Betrieb immer ein Sorgenkind, war diesmal nicht defekt. In der Werkstatt haben wir daher den Kabelbaum überprüft.

Ursache für den „Motorschaden“ sind die serienmäßigen PowerPole-Stecker der Motorzuleitungen. Diese waren nach einer heftigen Bergtour angeschmolzen, und der flüssige Kunststoff ist zwischen die Kontakte gelaufen.

Unsere Lösung: Goldkontaktstecker für die Motorzuleitung. Wer die Leistung der Clean-Mobile-Antriebe häufig voll fordert, dem empfehle ich die Umrüstung in unserer Werkstatt.

LED-Scheinwerfer bei Nacht und Nebel

Bei Nacht und Nebel: günstige LED-Scheinwerfer haben wir für Euch getestet. Unsere bisherige Empfehlung ist der Edelux – Scheinwerfer, den wir in großen Stückzahlen verbaut haben. Das Aluminiumgehäuse ist aus dem Vollen gefräst, die Verarbeitung 1A. Mit 149 Euro leider relativ teuer. Inzwischen gibt es für E-Bikes zugelassene LED-Scheinwerfer in der Preisklasse um 30 Euro. Installiert haben wir den „Sport LED Pro E-Bike“.

Unser Fazit lautet: Kunststoffgehäuse statt Aluminium (Edelux!), aber die Verarbeitung ist soweit in Ordnung. Die Leuchtstärke ist auch OK, wie Ihr auf den Bildern seht. Das Licht ist um Klassen besser als beim Original-Scheinwerfer vom BlackBlock und Espire.

Auch wenn das Steuergerät defekt ist und keine Spannung für den Scheinwerfer liefert, können wir mit einem kleinen Umbau weiterhelfen.  

Was gibt es sonst Neues? Ein analoges Zusatzinstrument haben wir verbaut.

Und das passende Auto haben wir auch gefunden!

Neue Akkus: Test auf unserer Hausstrecke

Wie verhält sich ein „neuer“ Standard-Akku im BlackBlock 1 und beim Escobar? Inzwischen haben wir zahlreiche Umbauten durchgeführt und entsprechende Erfahrungen gesammelt.  Im Juli 2018 wurde für einen Kunden ein etwas größerer Auftrag mit 14 BlackBlock und Escobar fertiggestellt:

Interessenten dürfen unser Vorführfahrrad, ein mattschwarzes BlackBlock 1 mit gelben Felgen (siehe Bild ganz oben), gerne ausprobieren.

Klaus hat eine Teststrecke im Rheingau von Walluf bis nach Stephanshausen fixiert, damit wir nach Optimierungen die Ergebnisse vergleichen und bewerten können.

Die Teststrecke führt von unserer Werkstatt in Walluf zuerst am Rhein entlang, bis in Oestrich-Winkel abgebogen wird und rund 275 Höhenmeter nach Stephanshausen zu bewältigen sind.

Mit einigen kleinen Umwegen sind hin und zurück 50 Kilometer zu bewältigen, wobei der Akku meistens in Stufe 2 ohne häufiges mittreten betrieben wird. Bergauf  muss er in Stufe 3 viel Energie liefern. Die Räder werden auf 45 km/h parametriert.

Das Ergebnis hat beim Standard-Akku selbst uns überrascht: der Akku war nach der Rückkehr noch fast halb voll.

Wann lohnt sich beim BlackBlock 1 das teurere „Power-Paket“? Dessen Akku hat mit 910 Wh eine wesentlich höhere Kapazität als der Original-Clean-Mobile-Akku. Er bietet sich vor allen für schnelle E-Bikes an, die auf 45 km/h zugelassen sind, falls häufig die volle Leistung verlangt wird.

Testfahrt mit programmierbarer Diagnose-Box:

Harley-Rücklicht: Safety first

Die Tage ist uns ein kombiniertes Brems- und Rücklicht mit LED-Technik in die Hände gefallen. „Das passt zum BlackBlock“, war mein erster Gedanke.

Aber der Reihe nach, ganz so einfach war das Projekt nicht umzusetzen. Für das Original-Rücklicht stellt das Steuergerät von Clean Mobile nur zwei Anschlussdrähte zur Verfügung:  Masse und Versorgungsspannung. Das Rücklicht wird mit etwa 10 Volt versorgt, erst sobald gebremst wird, erhöht sich die Spannung auf 12 Volt. Das war keine gute Idee von Clean Mobile, die Bremsfunktion des Rücklichtes ist bei Sonnenschein für den nachfolgenden Verkehr kaum wahrzunehmen.

Das neue Rücklicht hat aber 3 Anschlussdrähte: Masse, Licht und Bremse. Manchmal haben meine hauptberuflichen Dienstreisen auch einen Vorteil, Abends im Hotel entstand für das Projekt ein kleines C-Programm für einen PIC-Mikrocontroller und das Layout der Platine. Dazu waren dann eine Handvoll Widerstände, Kondensatoren und Transistoren zu verlöten. Endlich werde ich meine historischen Bestände vom BC161-Transistor los  😛 .

Jetzt fehlt nur noch eine Halterung für Kennzeichen und Rücklicht. Diese wurde mittels CNC-Maschine aus dem Vollen gefräst:

Das Ergebnis ist ganz nett und sehr stabil, es besteht aus 4 Millimeter dicken Aluminium:

Kompetenz in Software, Elektrotechnik und Maschinenbau 😉 ! Spaß beiseite, ein wenig nach Harley sieht das schon aus:

Wie der folgende Film zeigt, ist die Bremsfunktion für den nachfolgenden Verkehr deutlich erkennbar:

Sinnvoll ist das neue Rücklicht in Verbindung mit einem LED-Scheinwerfer, siehe dazu unseren Beitrag:  LED-Scheinwerfer Edellux – Flutlicht!

Edelux II am BlackBlock

 

 

Tuning 45 km/h mit Straßenzulassung

Wir upgraden originale BlackBlock 1 legal von 25 auf 45 km/h – professionell mit Abnahme durch den TÜV Rheinland!

Dazu parametrieren wir das Steuergerät und optimieren alle Einstellungen. Anschließend führen wir entsprechende Umbauten durch, notwendig für schnelle E-Bikes sind zum Beispiel zugelassene Spiegel, Seitenständer, Kennzeichenhalter und eine elektrische Hupe inklusiv angepasster Verkabelung.


Mit den vom TÜV neu ausgestellten Gutachten erwerben Sie ein Versicherungskennzeichen, je nach Gesellschaft sind diese bereits ab 36 Euro jährlich zu haben.


Hier ist noch unser rotes Werkstattkennzeichen montiert:


Auch dürfen die „Gewinnsparräder“ aus der Verlosung „60 Jahre Gewinnsparen“ mit 45 km/h legal im öffentlichen Straßenverkehr betrieben werden.

In der Praxis pendelt sich auf Langstrecke eine mühelose Reisegeschwindigkeit von 35 km/h ein, gelegentliche schnelle Spurts auf gesetzestreue  45 km/h sorgen für erstaunte Gesichter der anderen Verkehrsteilnehmer!


Die Umbauten und das legale Tuning incl. TÜV-Gutachten bieten wir für 498 € an. Der gewonnene Fahrspaß ist aber unbezahlbar.


Die Zulassung erfolgt als E-Bike. Das BlackBlock kann ohne zu treten nur mit dem Gasgriff gefahren werden. Treten ist aber jederzeit möglich – dann mit individueller Unterstützung mittels Gasgriff.


Getriebekette gerissen – wir helfen!

Wenn der Antrieb eines PG-Bikes oder eSpire blockiert und der Freilauf noch funktioniert, dann ist in aller Regel die Getriebekette gerissen. Diesen Schaden konnten wir die letzten Wochen häufig beobachten. Die Getriebeketten können wir einzeln liefern, wir empfehlen aber die Reparatur in unserer Werkstatt in Walluf, da der Antrieb danach referenziert werden sollte.

Selbst der weiteste Weg mit dem kleinsten Auto lohnt sich, Ingo aus Lörrach bestätigt das gerne.


Nach 4.051 Kilometern auf dem Tacho des eSpires ist die äußere Getriebekette gerissen.


Die Reparatur erfordert einiges Fingerspitzengefühl sowie die richtigen Schmiermittel. Passende Dichtungen haben wir auf Lager.


Bei der Gelegenheit haben wir an Ingos eSpire den Edelux-LED-Strahler verbaut. Die Halterung aus Messing wird in unserer Werkstatt angefertigt.


Bestes Licht bei geringen Stromverbrauch – nur 2 Watt statt unglaublichen 27 Watt des Original-Halogenstrahlers, der auf Dauer die Elektronik des Steuergerätes gefährdet. Nun kann auch Nachts „geheizt“ werden.

Neue Akkus – es geht voran!

Die ersten hochgerüsteten BlackBlocks mit neuer Akkutechnik sind unterwegs. Wir haben zahlreiche Hersteller und Lieferanten getestet, und nach einigen Rückschlägen, die uns viel Zeit gekostet haben, können wir solide Technik anbieten. Unsere Akkus haben eine Kapazität von 17 Ah bzw. 816 Wh.

Was ist in der Zwischenzeit passiert? Seit Jahresanfang 2017 haben wir verschiedene Prototypen installiert, diese haben bestens funktioniert. Nachdem wir Stückzahlen geordert haben, sind bereits bei den ersten Lieferungen Qualitätsprobleme aufgetreten. Beispielsweise musste mehrfach ein- und ausgeschaltet werden, bis der Akku Spannung lieferte.

Inzwischen haben wir zuverlässige Akku-Hersteller aus Deutschland oder mit deutscher Niederlassung ausfindig machen können. Testfahrten liefen durchweg erfolgreich.

Bei den Steuergeräten von clean mobile gibt es verschiedene Hard- und Firmwareversionen, diese mussten auch alle getestet werden. Ein Steuergerät V2.2 verhält sich im Detail anders als V2.3, bereits clean mobile hat damals auf älteren Akkus neue Firmware installieren müssen. Im August 2017 können wir grünes Licht geben: alle Steuergeräteversionen sind getestet und funktionieren mit unseren Umbauten.

Für die Erstellung der Software und die anschließenden Tests musste ein erheblicher Forschungs- und Entwicklungsaufwand betrieben werden.

Das Preisniveau sinkt bei Akkus leider nicht, siehe dazu eine Statistik aus dem Spiegel, Heft 32/2017:

Tachojustage – legal

AvatarEin Beitrag von Steffen Möritz

 


Von der letzten China-Dienstreise habe ich ein kleines Spielzeug mitgebracht, den GPS-Tacho von Holux. Mittlerweile zeigt zwar jedes Handy die Geschwindigkeit per GPS an, aber der Tacho ist handlicher und hat nur ein paar chinesische Yuan gekostet.

Etwas enttäuscht war ich nach der ersten Fahrt mit einem 25 km/h-BlackBlock 1: die tatsächliche Endgeschwindigkeit mit Motorunterstützung lag bei nicht einmal 22 km/h (GPS), heruntergeregelt wird sogar wesentlich früher. Da fehlen auf freier Strecke entscheidende Stundenkilometer, die ein aktuelles „Rentnerfahrrad“ schneller ist.

Bereits ab Werk gab es unterschiedliche Konfigurationen, probiert mit einer Handy-App einfach mal selbst aus, wie schnell euer Rad tatsächlich ist.

Am Original-clean-mobile-Tacho den Radumfang zu ändern, bringt übrigens nichts, es bleibt nur der Weg, mittels Service-Laptop das Steuergerät zu parametrieren. So wird legal das Optimum aus dem zulassungsfreien BlackBlock 1 herausgeholt. Die 45er-Version lässt sich selbstverständlich auch anpassen.

Bei dieser Gelegenheit ist es empfehlenswert, den Error 21 (Gasgriff) auszublenden und den Fehlerspeicher auszulesen.


Neue Akkus – Test auf der Straße erfolgreich

AvatarEin Beitrag von Steffen Möritz

 


Der ultimative Test auf der Straße ist bestanden! Unser Prototyp, ein BlackBlock 1 mit neuem Akku ist fertig. Weiterhin mit dem bärenstarken Clean-Mobile-Antrieb. Selbst auf Rüttelstrecken, dem Kopfsteinpflaster direkt vor meiner Haustür, bei dem der Original-Akku gerne seinen Unmut äußert: alles gut!

Und immer noch schneller als die Polizei erlaubt – auch mit neuester Akkutechnologie


Wir überarbeiten am Fahrrad das Steuerungssystem von Clean Mobile grundlegend. Jetzt werden Akkus der neuesten Generation verbaut. Auch in Zukunft ist somit für Nachschub an Akkus gesorgt. Ansonsten bleibt alles Original: Tacho, Bedieneinheit, Antrieb – wie bisher von Clean Mobile.


Zwei verschiedene Akkus haben wir getestet: einen kleinen, sehr leichten, der trotzdem eine größere Kapazität als ein Bosch-Akku hat. Aufgrund des geringen Gewichtes macht sogar treten ohne elektrischer Unterstützung  Spaß.  Der zweite Akku ist ein echtes „Powerpack“. Die nächsten Tage steht eine Dienstreise nach China an, dort werde ich mich über  die neuesten Trends bei Akkus und Ladegeräten informieren.


Ein wenig optisches Feintuning ist am Prototyp noch erforderlich, das Rad ist komplett neu aufgebaut worden. Wir wollten schnellstmöglich die korrekte Funktion der neuen Komponenten auf der Straße testen.


Der Preis für den Umbau: je nach Akku-Kapazität ab 889 € netto. Darin enthalten ist die Anpassung der Elektronik, ein neuer Akku sowie ein handliches Ladegerät. Anfragen bitte an: bikes@moeritz.com


Nachtrag

Am 12. Februar 2017 habe ich die erste größere Tour mit dem neuen Akku und der optimierten Elektronik durchgeführt. Wiesbaden – Ingelheim und zurück, knapp über 50 Kilometer. Eingebaut war ein kleiner Akku mit 13 Ah. Die Kälte war für den Energiespeicher kein Problem. Sehr erstaunt bin ich über die Restkapazität von 50% nach der Tour. Sicher spielt die schmale Bereifung mit geringem Rollwiderstand eine Rolle. Hauptsächlich ist es aber das Gewicht des sehr leichten Akkus. Treten ohne Unterstützung hat richtig Spaß gemacht.

 

Projekt „Neue Akkus“ – eine Zwischenbilanz

AvatarEin Beitrag von Steffen Möritz

 


Fast täglich erreichen uns Anfragen, ob „neue“ Akkus für Clean-Mobile-Antriebe verfügbar sind. Die Original-Akkus werden mittlerweile mindestens fünf Jahre alt und haben Ihre besten Zeiten hinter sich. Geringe Reichweiten sind die Regel, in den letzten Monaten war eine Häufung von Totalausfällen zu beobachten.


Projektfortschritt

Stand der Dinge ist nun, dass ein PG-Bikes BlackBlock 1-Prototyp als Vorführfahrrad mit einem formschönen, nagelneuen Standard-Akku sowie handelsüblichem BMS (Batterie Management System) aufgebaut wird.


Die Technik funktioniert bereits. Auch der Ladestand wird wie bisher im Display angezeigt. Der Rest ist nur noch Handwerk:


Technik

Standard-Akkus akzeptiert das Clean-Mobile-Motorsteuergerät von Haus aus nicht, da zahlreiche CanBus-Telegramme zwischen Akku und eBike ausgetauscht werden. Jetzt kommt eine kleine Elektronikbox ins Spiel, deren Mikrocontroller von mir programmiert wurde. Diese Box wird in das Fahrrad eingebaut, ansonsten bleibt alles Original: Motorsteuergerät, Kabelbaum, Display, alles wie bisher von Clean Mobile. Nun aber der große Vorteil: Nagelneue Akkus können installiert werden. Für den Einbau ist ein Werkstattaufenthalt bei uns erforderlich.


Bereit für die Zukunft

Der Mikrocontroller wurde in C programmiert und bietet genug Reserven, um zahlreiche weitere Funktionen implementieren zu können. Da in den nächsten Monaten und Jahren Riesenfortschritte bei Akku-Technologien zu erwarten sind: PG-Bikes und eSpire sind für die Zukunft gerüstet! Ob ein aktuelles Fahrrad „von der Stange“ am technologischen Fortschritt teilhaben wird, bezweifle ich.


Termine

Noch können keine Umbautermine gebucht werden, da wir vorher ausgiebige Testfahrten durchführen wollen und zwei längere Auslandsaufenthalte in Sicht sind. Über Neuigkeiten werde ich zeitnah berichten.


Zusammenfassung

Das Konzept hat folgende Vorteile:

  • Akkus sind auch in mehreren Jahren noch erhältlich.
  • Fortschritte in der Akkutechnik können sofort implementiert werden, offen für neue Technologien.
  • Beliebige Form, das Prototyp-eBike erhält zum Beispiel einen Akku in Trinkflaschenform.

UPDATE: siehe „Neue Akkus – Test auf der Straße erfolgreich“